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Home - Pflegefamilie - Besuchskontakte
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Gemäß § 1684 BGB hat "das Kind ein Recht auf Umgang mit jedem Elternteil". Da bedeutet aber auch, es ist nicht zum Umgang verpflichtet!

 

Gemäß § 33 SGB VIII (KJHG) wird Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege für Kinder und Jugendliche in einer "zeitlich befristeten Erziehungshilfe" oder in einer "auf Dauer angelegten Lebensform" angeboten.

 

Gemäß § 37 SGB VIII (KJHG) sollen "Pflegeeltern und Herkunftseltern zum Wohl des Kindes zusammenarbeiten". Während der zeitlich befristeten Unterbringung soll "die Beziehung des Kindes zu seiner Herkunftsfamilie gefördert werden". Daraus folgert: Hat das Kind seinen Lebensmittelpunkt in der Pflegefamilie gefunden, ist die Ausgestaltung der (Besuchs-) Kontakte abhängig von den Möglichkeiten in der Pflegefamilie.

 
  • Planung der Besuchskontakte:
    Besuchskontakte werden im Hilfeplangespräch ausgehandelt und dokumentiert.
    Besuche sollen, sind sie beschlossen, zu Beginn der Maßnahme "auf neutralem Boden" stattfinden, den Bedürfnissen der Kinder und den Möglichkeiten der Pflegefamilie entsprechend.
    Das junge Kind, und zu Beginn der Familienpflege, soll immer von den Pflegeeltern begleitet werden. Kinder dürfen nicht zu Besuchen gezwungen werden.
    Einvernehmlich vorgenommene Änderungen werden dem Jugendamt für die Fortschreibung des Hilfeplanes mitgeteilt. Strittige Änderungswünsche werden im Hilfeplangespräch diskutiert, bei Nicht-Einigung muss das Familiengericht angerufen werden.

     
  • Sind Herkunftseltern mit der Platzierung in der Pflegefamilie einverstanden:
    Besuchskontakte können nach einiger Zeit in der Wohnung der Pflegefamilie stattfinden. Jugendliche können die Herkunftseltern alleine besuchen.

     
  • Sind Herkunftseltern nicht mit der Pflegefamilie einverstanden:
    Besuchskontakte sollen nicht in der Wohnung der Pflegeeltern stattfinden.
    Kinder sollen immer von einer Vertrauensperson (meist den Pflegeeltern) begleitet werden. Herkunftseltern (und wenn Partner, Großeltern begleiten) dürfen nicht drohen, keine nicht haltbaren Versprechungen machen, nicht diffamieren, keine belastenden Handlungen vornehmen.

     
  • Sind Pflegekinder traumatisiert oder zeigen sie Angst vor Besuchskontakten:
    Besuchskontakte sollten so lange ausgesetzt werden, bis Kinder zu Besuchen bereit sind. Dazu gehört, dass Herkunftseltern ihre schädigenden Handlungen eingesehen haben und Verantwortung dafür übernehmen.

     
  • befristetes Pflegeverhältnis:
    Besuche sollten so oft wie möglich stattfinden, die positiven Bindungen zur Herkunftsfamilie müssen erhalten bleiben. Säuglinge sollten täglich Kontakt haben, Kleinkinder mehrmals wöchentlich. Wenn die Bindungen zu den Pflegeeltern stärker als die zu den Herkunftseltern geworden sind, ist das "befristete" in ein "auf Dauer angelegtes" Pflegeverhältnis umzugestalten.

     
  • auf Dauer angelegtes Pflegeverhältnis:
    Besuche sollten nicht öfter als ein Mal im Monat stattfinden. Bei älteren Kindern sind die Besuche den Bedürfnissen der Kinder anzupassen (Familien-, Kindergarten- und Schulveranstaltungen haben immer Vorrang.) Empfehlenswert ist die Einbindung des Besuchskontaktes in ein Freizeitgeschehen (Ausflug, Picknick oder Besichtigung von Parks oder anderen Attraktionen). Der "Fokus" auf das Kind wird geringer und Pflegeeltern haben sowohl die Planung als auch die Durchführung jederzeit "in der Hand". (Herkunftseltern werden abgeholt und nach Beendigung des Ausflugs wieder verabschiedet.)

     




 
 
 
 
Was Eltern wissen sollten,
wenn ihr Kind nicht mehr
gemeinsam mit ihnen leben kann.
 
 
 
 
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