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Home - Pflegefamilie - Hilfeplan
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Das Kinder- und Jugend-Hilfe-Gesetz (KJHG) sagt in § 36:
 
  1. Personensorgeberechtigte (Eltern, Vormund) und das Kind/der Jugendliche sollen vor einer Fremdunterbringung beraten werden und auf die möglichen Folgen einer Fremd- unterbringung für die Entwicklung des Kindes oder des Jugendlichen hingewiesen werden.

     
  2. Vor und während einer langfristigen Fremdunterbringung ist zu prüfen, ob eine Adoption in Betracht kommt.

     
  3. Ist eine Fremdunterbringung notwendig, sind die Betroffenen an der Auswahl zu beteiligen.

     
  4. Der Wahl und den Wünschen sollte möglichst entsprochen werden.

     
  5. Die Entscheidung über die Art der Hilfe soll im Team getroffen werden.

     
  6. Mit dem Personensorgeberechtigten und dem Kind/dem Jugendlichen soll ein Hilfeplan aufgestellt werden.

     
  7. Festgestellt werden soll darin:

    der Bedarf
    die Art der Hilfe
    die notwendigen Leistungen

     
  8. Werden bei der Durchführung der Hilfe andere Personen tätig, so sind sie an der Aufstellung und der Fortschreibung des Hilfeplans zu beteiligen.

Kein Kind soll somit ohne Hilfeplan vermittelt werden, in Dringlichkeitsfällen ist die Planerstellung nachzuholen. (soll = in der Regel) Pflegeeltern müssen beteiligt werden, bzw. sich in Dringlichkeitsfällen sogar an der Aufstellung beteiligen.

 

Herkunftseltern sollten beteiligt werden, auch wenn sie nicht die Personensorge haben. Schließlich will man sie für die Maßnahme und die Zusammenarbeit gewinnen.

 

Um die Hilfe gesichert planen zu können, müssen eventuell Verwandte, Kindergarten, Kinderarzt, Lebenshilfe, Schulen, Erziehungsberatungsstellen und/oder psychologische Dienste einbezogen werden.

 

Pflegeeltern werden im Normalfall erst hinzugezogen, wenn die Hilfe strukturell geplant ist. Daher ist es wichtig, dass Pflegeeltern für dieses Kind geeignet sind und auf dieses spezielle Kind gut vorbereitet werden.

 

Vorbereitungsseminare durch Freie Träger und durch die betreuenden Jugendämter sind unbedingt Voraussetzung. Möglichkeiten der Selbsteinschätzung und ausreichende Informationen "auf neutralem Boden" ohne die Begutachtung durch Jugendamtsfachkräfte haben sich hervorragend bewährt. Welche Person/Familie für welches Kind geeignet ist, muss die vermittelnde Fachkraft im Anschluss, möglichst auch in Gruppen, in sehr persönlichen Gesprächen feststellen und mit den Bewerber-Eltern besprechen.

 

Jede beteiligte "Partei" erhält eine Kopie des von Sorgeberechtigten, Pflegepersonen und Jugendamt unterschriebenen Hilfeplans, auch Kinder und Jugendliche.

 

Der Termin für die nächste Fortschreibung ist möglichst festzulegen.

 
der BEDARF:
 
  • Fakten aus der Herkunftsfamilie
    Fehlhandlungen der HF, die die Fremdplatzierung notwendig machten, müssen festgehalten werden. Alle Fakten, die für das Gelingen des Pflegeverhältnisses wichtig sind, müssen weitergegeben werden: Wohnung, Erziehungssituation, wirtsch. Verhältnisse, Versorgung des Kindes, körperlicher -, seelischer-, sozialer-, Bildungs-Bereich, Freizeit, Spiel, Konfliktverhalten

     
  • Gründe, warum Hilfen innerhalb der Familie nicht greifen konnten
    Fehlgeschlagene Versuche der Hilfen zur Erziehung, Angebote für EB-Termine, sozialpädagogische Familienhilfen, Heimunterbringungen, Kurzzeitpflegen usw.

     
  • Personalbogen für das Kind
    Leibliche Eltern, Geschwister, Verwandte, gesetzliche Vertreter
    Pflegekind, bisherige Aufenthalte, wichtige Bezugspersonen
    Auffälligkeiten, Ängste, Gewohnheiten, Krankheiten, Allergien, Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen

     
  • Ziel der Maßnahme
    Welche Erziehungsbedingungen sollen sich in der HF ändern, damit das Kind zurück kann?
    Welche Defizite des Kindes müssen behoben werden?
 
die ART DER HILFE:
 
  • Programm der Maßnahme
    Handlungsvorschläge sind zu erarbeiten:
    für die Herkunftseltern
    für die Fachkräfte
    für die Pflegepersonen

     
  • Zeitstruktur
    Der Hilfeplan soll die vorgesehene Dauer der Inpflegegabe festhalten. Innerhalb eines für das Kind vertretbaren Zeitraumes soll eine Rückführung möglich sein. Gelingt das nicht, ist eine auf Dauer angelegte Lebensperspektive zu erarbeiten. Hat das Pflegeverhältnis eine familienersetzende Funktion eingenommen, so ist das im HP zu dokumentieren.

     
 
die NOTWENDIGEN LEISTUNGEN:
 
  • Finanzielle Leistungen für Kinder/Jugendliche in den Pflegefamilien

     
    1. Pflegegeld / Erziehungsbeitrag / Kindergeld
    2. eventueller Mehraufwand bei Sonderpflege
    3. Erstausstattung (Möbel, Kleidung)
    4. Therapien
    5. Nebenkosten wie Fahrtkosten, Aufenthaltskosten bei Anbahnung
    6. finanzielle Unterstützung für die Herkunftseltern, Aufrechterhaltung des Kontaktes

       
  • Beratung und Begleitung

    Pflegekinderdienst telefonisch erreichbar, wann?
    Hilfeplanerstellung / Hilfeplanfortschreibung
    Gruppenabende / Angebot des Jugendamtes, Gruppen Freier Träger, Fortbildung, Supervision
    Begleitung bei schwierigen Besuchskontakten, bei Erstkontakten - wer, wo?
    Hilfe bei Kontakt zu Geschwistern in anderen Pflege- oder Adoptivfamilien, zu anderen Verwandten
    Hilfsangebote wie Erziehungsberatungsstellen, Frühförderstellen, Gesundheitszentren, Einzelintegration, u.a.
    Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche

     




 
 
 
 
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